Laserscanning oder Photogrammetrie? Oder beides?

3D-Scanning ist eine effiziente Technologie, die viele Herausforderungen im industriellen Umfeld enorm vereinfacht. Beispielsweise in der Qualitätskontrolle, dem Reverse-Engineering oder der Messtechnik.

Bei der Recherche nach einem geeigneten Produkt stößt man immer wieder auf verschiedene Technologien - so zum Beispiel Photogrammetrie und Laserscanning.


Doch was ist denn überhaupt der Unterschied? Welches Ergebnis erhalte ich mit welcher Technologie? Auf was muss ich achten?

Laserscanning

Beim Laserscanning erfasst der 3D-Scanner die Raumpunkte über Laserlinien. Diese Laserlinien können von unterschiedlichster Art sein, z.B. rote oder blaue Laserlinien oder einzelne oder mehrere Laserlinien. Diese verschiedenen Arten von Laserlinien werden als Lasermodi bezeichnet. Jeder Lasermodi eignet sich für bestimmte Anwendungen besonders gut.


Lasermodi

Unterscheidung nach Farbe:

Rote Laserlinien eignen sich besonders für die schnelle Erfassung großer Oberflächen. Allerdings ist der Detailgrad begrenzt.

Blaue Laserlinien eignen sich ebenfalls für die schnelle Erfassung großer Oberflächen. Der Vorteil ist der erhöhte Detailgrad im Vergleich zu den roten Laserlinien.


Unterscheidung nach der Häufigkeit der Laserlinien:

Die einzelne Laserlinie eignet sich besonders für das Scanning von tieferen Bohrungen oder Nuten.

Parallele Laserlinien ermöglichen die Erfassung von Details.

Gekreuzte Laserlinien dienen dem schnellen Erfassen großer Oberflächen.


3D-Scanner SIMSCAN mit Laserlinien
SIMSCAN mit gekreutzen blauen Laserlinien

Als Ergebnis des Laserscannings erhalten Sie eine 3D-Punktewolke, die sie bspw. als .STL exportieren können.



Photogrammetrie

Sobald ihr Bauteil größer als etwa 1-2 Meter ist, benötigen Sie für ein effizientes Scanning eine Photogrammetriefunktion.

Bei der Photogrammetrie werden Bilder des Bauteils aufgenommen und aus diesen Bildern ein grobes Modell ihres Bauteils abgeleitet.

Haben sie nun mit der Photogrammetrie ein Grundgerüst ihres Bauteils erstellt, können Sie mit dem Laserscanning in gewohnter Weise eine 3D-Punktewolke erstellen.

MSCAN Photogrammetriesystem
Photogrammetriesystem MSCAN

Das Messfeld der Photogrammetrie ist erheblich größer als das des Laserscannings. Deshalb ist die Photogrammetrie als Ergänzung zum Laserscanning bei großen Bauteilen unverzichtbar.

Wichtig zu wissen ist, dass Sie nach der Nutzung der Photogrammetrie kein 3D-Datenmodell erzeugt haben, sondern nur ein Grundgerüst geschaffen haben, welches nun mit Hilfe des Laserscannings ausgefüllt werden kann. Deshalb ist die Kombination aus Photogrammetrie und Laserscanning in einem Gerät die ideale Kombi für große Bauteile.


Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl des passenden 3D-Scanners. Kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular am Seitenende.


Laserscanning und Photogrammetrie - Die perfekte Kombi

Wir haben noch gar nicht über die Genauigkeit gesprochen. Mit der Kombination von Laserscanning und Photogrammetrie erreichen Sie eine erstaunliche Genauigkeit. Beispielsweise besitzt der KSCAN Magic eine Genauigkeit von

0.010 mm + 0.030 mm/m. Sie haben also die Flexibilität eines 3D-Handscanners und die Genauigkeit eines stationären 3D-Scanners.


Unsere 3D-Scanner - Eine Übersicht

KSCAN-Serie: Alle 3D-Scanner der KSCAN-Serie besitzen die Photogrammetrie - und Laserscanningfunktion.













SIMSCAN: Laserscanning aber keine Photogrammetrie. Geeignet für kleine mit mittlere Bauteile.










MSCAN: Der MSCAN ist ein reines Photogrammetriesystem. Besonders spannend ist die Kombination von MSCAN und SIMSCAN. Dadurch nutzen Sie die Vorteile beider Technologien und erreichen eine sehr hohe Genauigkeit.